SWP-Aktuell: Computer-AG

Vier der fünf Computer-AG-Schüler in Oberdischingen mit Lehrer Rudi Holoch        Foto: Rainer Schäffold
Vier der fünf Computer-AG-Schüler in Oberdischingen mit Lehrer Rudi Holoch Foto: Rainer Schäffold

Oberdischingen

Spaß und Arbeit am PC

In der Computer-AG an der Oberdischinger Werkrealschule lernen die Schüler mit Spaß. Nicht nur sie machen das freiwillig, auch der Lehrer.

swp online RAINER SCHÄFFOLD | 16.10.2014

"Hinsetzen, hochfahren", sagt Lehrer Rudi Holoch. Nein, so militärisch-knapp, wie diese Begrüßung es vermuten lässt, ist die Sprache nicht immer in der Computer-AG der Werkrealschule in Oberdischingen. Es wird schon ein ziviler Umgangston gepflegt.

Die AG ist keine eigentliche Schulstunde, sondern ein Zusatzangebot: Die fünf Schüler, die derzeit dabei sind, machen es in ihrer Freizeit, auch der Lehrer macht es freiwillig. "Ich bin da so reingerutscht", erzählt Holoch. Zuvor war er Lehrer in Oberdischingen, seit 1978, und ist jetzt eigentlich in "echter Altersteilzeit". Doch die Computer-AG lässt ihn nicht los; alle zwei Wochen freitags findet sie statt, er könne sich nicht jeden Freitag freihalten.

Fünf Schüler bilden den Stamm der AG - Steven Becker, Simon Klamann, Robin Sommer, Sophie Kunkel und Robert Marx, sie sind jetzt Achtklässler und ein gutes halbes Jahr dabei. Für die Neuntklässler sei es schwierig, erklärt Holoch, wegen der bevorstehenden Prüfungen.

Langweilig wird‘s in der AG nie, die Aufgaben sind vielfältig. Ein Hauptpunkt ist die Pflege der Homepage. "Sie versuchen, lustige Seiten im Internet zu finden, Filme oder Bilder, und stellen sie dann für die Mitschüler rein", sagt Holoch. Zwei der Schüler sind grad draußen und fotografieren die Baustelle an der Schule, auch das gehöre dazu. Die Bilder dann mit "Irfan View" verkleinern ist die Aufgabe der Achtklässler. Denn in der AG werde nicht nur gespielt, sagt Holoch, "es ist auch Arbeit". Die Gruppe übe auch, etwa, wie ein Hyperlink funktioniert.

Das so gewonnene Wissen soll ihnen später im Berufsleben zugutekommen. Am Schluss erhalten die Schüler eine Urkunde, die ihre Teilnahme bestätigt. "Dadurch können sie dokumentieren, dass sie sich übers normale Maß hinaus engagieren", sagt Lehrer Holoch, der im Übrigen auch die technische Ausstattung an der Schule lobt.

 

Bei der Schulleitung findet die Sache viel Anerkennung: "Das ist eine tolle Sache", sagt Schulleiter Reinhard Allgaier, "dass der Lehrer dies seit Jahren von sich aus macht".

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