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Mehrausgaben kommen auf Oberdischingen in den Bereichen Schule und Kindergarten zu.  Dürmuth, Simone
Mehrausgaben kommen auf Oberdischingen in den Bereichen Schule und Kindergarten zu. Dürmuth, Simone

Schule und Kindergarten kosten mehr

Der Gemeinderat Oberdischingen hat den Haushalt 2015 verabschiedet – Langfristig sinken Schulden deutlich

 

Oberdischingen sz Beschlossen hat der Gemeinderat Oberdischingen am Dienstagabend seinen Haushalt für das aktuelle Jahr. In Einnahmen und Ausgaben beläuft sich das Zahlenwerk inklusive der Etats für die Eigenbetriebe Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung auf etwas mehr als sieben Millionen Euro. Dabei entfallen im Gemeindehaushalt 3,5 Millionen auf den Verwaltungshaushalt und 2,05 Millionen auf den Vermögenshaushalt. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt beträgt 380000 Euro. Die Änderungswünsche aus der Vorberatung von Anfang Februar wurden eingearbeitet, erläuterte Kämmerer Robert Fiderer.

Nachdem Details des Haushalts in der vergangenen Sitzung intensiv beraten wurden, richtete der Kämmerer am Dienstagabend sein Augenmerk auf die mittelfristige Finanzplanung für die Jahre 2016 bis 2018. In seinem Ausblick sieht er die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt abnehmen, was er mit Mehrausgaben im Bereich Kindergarten und Schule verbindet. Allerdings betonte der Kämmerer, dass die Zahlen unverbindlich sind. Die Zuführungsrate wird neben Förderzuschüssen vom Land benötigt, um die anstehenden Aufgaben in den kommenden Jahren bewältigen zu können. Fiderer nennt die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs, die Sanierung der Straßen Hintere Gasse, Schenkgasse, Berggasse, Höllgasse und die Sanierung des Gebäudes Schlossplatz 8, was im Rahmen der Ortskernsanierung II stattfinden soll.

Laut Finanzplanung könnten 2016 dann 50000 Euro in die Entschärfung der Kurve Ringinger Straße und 2017 dann 90000 Euro in den Radwegebau nach Ringingen gesteckt werden. Beim Hochwasserschutz hat der Kämmerer im Jahr 2018 das erforderliche Rückhaltebecken mit 400000 Euro markiert. Dazu wären 60 Prozent Fördergeld möglich. Eine weitere Kreditaufnahme wird nach Fiderers Vorausplanung nicht erforderlich. Ein letztes Altdarlehen läuft 2016 aus. 2015 beginnt die Tilgung eines Kredits aus dem Jahr 2014 über 600000 Euro. 20 Jahre lang werden dafür jährlich 30000 Euro abbezahlt. Die Ende 2018 zu erwartende allgemeine Rücklage sieht der Kämmerer mit 128000 Euro deutlich über dem gesetzlichen Mindestbetrag von 63000 Euro.

„Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2015 von 579000 Euro ermäßigt sich bis Ende 2018 auf zirka 479000 Euro“, rechnete der Kämmerer vor. Für den Eigenbetrieb Wasserversorgung sieht Fiderer bis Ende 2018 keine Gebührenerhöhung voraus. Für die Hochbehältersanierung müsse voraussichtlich ein Kredit (90000 Euro) aufgenommen werden. Der voraussichtliche Schuldenstand zum Jahresende 2018 liegt bei 410000 Euro. Zur Abwasserbeseitigung geht der Kämmerer zwar von steigenden Umlagen für die Kläranlage Erbach aus, dennoch seien jährliche Gewinne und dadurch der Ausgleich der Verlustvorträge aus den Vorjahren möglich. Der Kämmerer rechnet mit einer Senkung des Schuldenstandes zwischen Ende 2015 und 2018 um 250000 Euro auf 1,9 Millionen Euro.

 

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