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Den Schülern gefiel das Expeditionsmobil.
Den Schülern gefiel das Expeditionsmobil.

Schüler lernen Energiewende spielerisch kennen

Expedition N kommt in Oberdischingen gut an – Auch Schulsanierung setzt auf Energiewende

 

sz online 06.03.2015 (Aktualisiert 17:03 Uhr) Selina Ehrenfeld

Oberdischingen sz Mit außergewöhnlichen Experimenten haben die Schüler der Klassen 7 bis 9 der GWRS Oberdischingen am Donnerstag und Freitag das Thema Energiewende erforscht.

Mit einem zweistöckigen Expeditionsmobil waren Thomas Ellmer und Almut Sedlmeier vom Projekt Expedition N angereist. Im Mobil wartete ein Ausstellungsraum auf die Schüler, in dem nicht nur geschaut, sondern auch selbst ausprobiert werden konnte. So mussten die Schüler an einer Station selbst kräftig kurbeln, um einen Tischtennisball mit großem Druck nach oben zu schießen. An einem Hausmodell erklärten die beiden Referenten, wie mit wenigen Tricks Energie gespart werden kann. Dabei waren die Kinder erstaunt darüber, wie viele versteckte Stromfresser es im Haus durch den Standby-Modus gibt. Am Beliebtesten war jedoch das Energiespiel in der Mitte des Ausstellungsraumes. Dort mussten Schüler in Teamarbeit versuchen, durch Kurbeln selbst Energie zu erzeugen und zu speichern, damit diese dann innerhalb einer bestimmten Zeit für mehrere Geräte gleichzeitig genutzt werden konnte. „Wenn man das nicht rechtzeitig schafft, gibt es einen sogenannten Blackout und der Strom fällt aus. Die Schüler waren alle ganz heiß darauf, den Highscore zu knacken“, sagte Almut Sedlmeier von der Expedition N.

Ziel des zweitägigen Angebots war es laut Thomas Ellmer, das Thema der Nachhaltigkeit zu erfahren und durch einen außerschulischen Impuls zu lernen, wie Energieversorgung in der Zukunft aussehen kann. „Das Wort Nachhaltigkeit wird heutzutage für vieles verwendet aber in dem Zusammenhang mit Energie bedeutet das eine schonende Nutzung eines Systems“, so Ellmer. „Die Schüler sollen lernen, dass es alternative Wege gibt, Energie zu gewinnen.

Das passt gut zu der aktuellen energetischen Sanierung der Schule“, sagte Allgaier. „Die Gemeinde hat sich entschieden, dass die Schule heiztechnisch auf Holzpellets umsteigt.“ Außerdem seien die Schüler stets engagiert, eigene Projekte auf die Beine zu stellen. „Aktuell hat eine Gruppe Schüler ein Modell einer Biogasanlage gebastelt. In naher Zukunft wird diese Gruppe ihren Mitschülern auf einem Bauernhof zeigen, wie so eine Anlage funktioniert“, erzählte Allgaier.

 

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