Hilfe für Schule (swp online)

Foto: Rainer Schäffold :An der Josef-Karlmann-Brechenmacher-Schule in Oberdischingen wird vom kommenden Schuljahr an ein Schulsozialarbeiter tätig sein.
Foto: Rainer Schäffold :An der Josef-Karlmann-Brechenmacher-Schule in Oberdischingen wird vom kommenden Schuljahr an ein Schulsozialarbeiter tätig sein.

Gemeinderat beschließt Hilfe für Schule in Oberdischingen

An der Oberdischinger Schule wird vom kommenden Schuljahr an ein Sozialarbeiter tätig werden. Dies hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen.

RAINER SCHÄFFOLD | 12.05.2016  swp online

 

Es ist nicht in erster Linie die "Problemklasse", die es an der Grundschule gebe, deretwegen man einen Schulsozialarbeiter an der Oberdischinger Josef-Karlmann-Brechenmacher-Schule brauche, sagte Schulleiter Reinhard Allgaier am Dienstag im Gemeinderat. Vor allem zur Prävention. Dies sah der Gemeinderat mehrheitlich ebenso und stimmte bei Gegenstimmen von Josef Rapp und Thomas Oswald dafür. So wird vom Schuljahr 2016/17 an eine Person in der Oberdischinger Schule tätig werden.

Sie wird im Rahmen einer Kooperation mit der Stadt Ehingen arbeiten und vom Verein Oberlin in Ulm, einer evangelischen Einrichtung für Jugendhilfe, gestellt werden. Dies im Umfang von 15 Prozent einer Vollzeitkraft, wie das Gremium auf Antrag von Rätin Toni Werner beschlossen hat. Die Verwaltung war zunächst von zehn Prozent Umfang ausgegangen. "Dies reicht nicht", sagten Werner, Marius Hirsch, Holger Hess und Thomas Wuchenauer.

Denn der Sozialarbeiter müsse sich gleich in die erwähnte Grundschulklasse "reinstürzen", sagte Hirsch, der wie Wuchenauer Kinder an der Schule hat. Eine solche Hilfe sei "ein lang gehegter Wunsch" von ihm, sagte Rektor Allgaier. "Ich bitte um zehn Prozent, wenn's 15 sind, wär's toll", hatte er die Räte vor der Abstimmung gebeten. "Wir brauchen auf Dauer Unterstützung."

Den Vorschlag, zunächst mit einer Zehn-Prozent-Stelle zu starten, hatte Reinhold Breitenmoser eingebracht, unterstützt von Werner Kreitmeier und Josef Rapp. "Wir können immer noch erhöhen", sagte Kreitmeier. "Wir sind hier ländlich strukturiert, da müssten zehn Prozent reichen", sagte Rapp. Bürgermeister Fritz Nägele hatte im Vorfeld Gespräche mit dem Verein Oberlin und der Stadt Ehingen geführt. Dort wurden Bedenken hinsichtlich einer Zehn-Prozent-Stelle laut, dabei könnten nur aktue Fälle bearbeitet werden, hieß es.

Nägele hatte im Vorfeld für einen Schulsozialarbeiter geworben und dessen Vorteile genannt: Er verbessere das Schulklima, trage zur Gewaltfreiheit bei, fördere die Klassengemeinschaft, stärke soziale Kompetenzen und könne bei Ausgrenzung, Mobbing oder Drogenproblemen helfen. Auch Lehrer profitierten davon, indem sie beraten und unterstützt würden. Werde der Stress im Umfeld abgebaut, hätten sie mehr Zeit für den Unterricht. Schließlich profitierten auch die Eltern von einer Schulsozialarbeit, indem sie in Erziehungsfragen beraten werden oder bei Gesprächen in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt würden. Die Schulsozialarbeit, dies habe ihm der geschäftsführende Ehinger Schulleiter Max Weber erläutert, sei auch ein Qualitätsmerkmal, mit dem die Schule werben könne.

Die Kosten für die Gemeinde betragen 583,22 Euro für die 15-Prozent-Stelle, bei zehn Prozent wären es 413,70 Euro gewesen. Einen Teil der Kosten übernehmen das Land und der Alb-Donau-Kreis. Im Haushaltplan für 2016 hat die Gemeinde 2000 Euro dafür eingestellt. Der Vertrag wird mit einer Laufzeit vom 1. September 2016 bis 31. August 2017 abgeschlossen.

 

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