Klassenzimmer bekommen Lüftung

Gemeinderat erteilt Auftrag zur Werte- und Ausführungsplanung

Von Kurt Efinger 20.11.2013 sz online
Oberdischingen. Wie bei anderen öffentlichen Gebäuden steht auch bei der Oberdischinger Schule, der Mehrweckhalle und dem Lehrschwimmbecken eine energetische Sanierung an. Um die dafür nötige Werks- und Ausführungsplanung erstellen zu können, hat sich der Gemeinderat am Dienstag mit Details befasst und einige Festlegungen beschlossen.

Vor knapp einem Jahr beschloss der Gemeinderat den Einbau einer Lüftungsanlage in alle zwölf Klassenzimmer. Drei Ausführungsvarianten stellten der Erbacher Energieberater Markus Sieger und Architekt Ralph Schmiedle jetzt dem Gemeinderat vor. Dieser legte sich auf die günstigste Ausführung um rund 135000Euro fest. Die Belüftungsgeräte werden waagrecht unter der Decke befestigt. Gleichartige Angebote sollen eingeholt werden.

Alternativ ausgeschrieben wird der Einbau eines neuen Schaltschranks für das Lehrschwimmbecken und ein Umbau des bestehenden Systems. Ein Teilaustausch der zwei Wasserumwälzpumpen bringt nach Information der Energieberater keine Kostenvorteile. Der Rat entschied sich, zunächst Angebote für eine Pumpe auszuschreiben. Mit 3800 Euro liegt ein Angebot zur Einrichtung neuer Schwimmbadsitzbänke nach Auskunft von Bürgermeister Benno Droste unter der bisherigen Kostenschätzung. Für die Neuinstallierung von sechs Einzelbänken mit einer Länge von je zwei Metern sprach sich der Gemeinderat aus. Die Gesamtlänge von zwölf Metern ist nach Aussage des bei der Beratung anwesenden Rektors Reinhard Allgaier in jedem Fall ausreichend, zumal ein Lehrer im Schwimmunterricht höchstens 20 Schüler betreuen darf.

9982 Euro soll der Rückbau von 46 Fensterbänke aus Betonstein kosten. Der Rat sprach sich für die Ausschreibung der Vorsetzung der Fenster des Volkshochschulraums aus. Dies kommt billiger als ein Austausch. Abhängig von den Ergebnissen der Ausschreibung der übrigen Gewerke soll die Erneuerung der Beleuchtung nachgezogen werden. Benötigt wird auch ein Ablüfter für die Toiletten.

Auf annähernd 1,5 Millionen Euro haben Markus Sieger und Ralph Schmiedle vor einem Jahr die Gesamtkosten des ersten Sanierungsabschnitts berechnet. Im September dieses Jahres wurden sie mit der Genehmigungsplanung beauftragt.

Oberdischingen

Lüftung hängt an der Decke Schulsanierung soll im Frühjahr starten

In den Oster- und Pfingstferien soll die energetische Sanierung des Oberdischinger Schulgebäudes beginnen. Der Gemeinderat hat die Planung beauftragt.

RAINER SCHÄFFOLD | 21.11.2013  swp online

Die geplante energetische Sanierung des Schulgebäudes in Oberdischingen ist einen Schritt weiter: Der Gemeinderat hat am Dienstag die Arbeitsgemeinschaft Markus Sieger und Ralph Schmiedle mit der Planung sowie der Vorbereitung der Ausschreibung beauftragt. In den Oster- und Pfingstferien könnten die Arbeiten beginnen, sagte Bürgermeister Benno Droste den Räten.

Zuvor hatten die beiden Planer die anstehenden Arbeiten vorgestellt. Für die Lüftung der zwölf Klassenräume hat sich der Rat für eine Variante mit an der Decke hängenden Lüftungsgeräten entschieden; Kostenpunkt etwa 150 000 Euro mit dem Anliegen, auf Staubschutz und Lautstärke der Geräte zu achten.

Bei der Regelungstechnik wäre der Austausch einer Steuerung um rund 20 000 Euro günstiger als den gesamten Schaltschrank zu ersetzen, informierte Sieger. Es sollen beide Alternativen ausgeschrieben werden. Bei den beiden Umwälzpumpen sei ein Teilaustausch nicht möglich, da die Firmen Pumpen und Antrieb nur als Einheit anböten. Die Räte entschieden sich dafür, zunächst nur den Austausch einer Pumpe auszuschreiben.

Neue Sitzbänke fürs Schwimmbad aus Edelstahl kosten 6500 Euro, der Rückbau der alten Bänke 3800. Die später unnötig gewordenen Fensterbänke werden für rund 10 000 Euro zurückgebaut. Einige der Fenster, die erst sechs Jahre alt sind, entschied der Rat, sollen noch nicht ausgetauscht, sondern versetzt werden, dadurch werden laut Planung 5200 Euro eingespart.

Die Beleuchtung soll erst dann ausgetauscht werden, wenn absehbar ist, "wie wir mit den Kosten liegen", wie Benno Droste sagte. Die Elektrofirma Hess erhält den Auftrag zu dokumentieren, wie die Kabel im Gebäude verlaufen. Dies sei für die weitere Planung notwendig, hatten Sieger und Schmiedle erklärt. Die Werks- und Ausführungsplanung soll bis Ende Januar beziehungsweise Februar beginnen, damit die Arbeiten in den folgenden Ferien beginnen könnten.

 

Mit seiner Frau und den drei Töchtern freut sich Fritz Nägele über das eindeutige Wahlergebnis. (Foto: Dürmuth)
Mit seiner Frau und den drei Töchtern freut sich Fritz Nägele über das eindeutige Wahlergebnis. (Foto: Dürmuth)

Nägele ist neuer Bürgermeister in Oberdischingen

Justingens Ortsvorsteher wird mit 80,5 Prozent der Stimmen gewählt

 

 

 

Von Simone Dürmuth( sz online 20.10. 21:30)

Oberdischingen. Die Überraschung und die Erleichterung stehen Fritz Nägele ins Gesicht geschrieben, als er sein Ergebnis hört: „Bewerber Nummer drei, Friedrich Nägele, erhält 886 Stimmen, das sind 80,5 Prozent.“ Nägele lächelt, umarmt seine Töchter, küsst seine Frau.

Wenige Minuten zuvor ist Nägele noch angespannt: „Ich habe ein gutes Gefühl, aber eine Wahl ist eine Wahl. Da entscheidet der Bürger“, sagt er noch kurz vor der Bekanntgabe des Ergebnisses. Er sei extra etwas später ins Rathaus gekommen, um nicht so lange warten zu müssen. Seine Mitbewerber Louis Galik und Uwe Gerkens sind bereits seit Schließung des Wahllokals um 18 Uhr vor Ort.

Ergebnis zeichnet sich früh ab

Dass das Ergebnis eindeutig ausfallen wird, das steht schon früh fest: Die Wahlhelfer bilden zunächst Stapel mit den Stimmzetteln auf einem langen schwarzen Tisch im Sitzungssaal des Rathauses – und ein Stapel ist eindeutig höher, als die anderen.

Fritz Nägele hatte drei Mitbewerber: Louis Galik, Diplom-Verwaltungswirt aus Laupheim, konnte 17,8 Prozent auf sich vereinen. Uwe Gerkens, Krankenpfleger und Student aus Blaustein, wählten 1,2 Prozent der Oberdischinger. Und Andreas Fischer aus Berlin, der nur aus Protest antrat und den Posten gar nicht haben wollte, holte 0,4 Prozent.

„Es freut mich für Oberdischingen, dass Nägele so ein eindeutiges Ergebnis hat. Das ist ein Vertrauensbeweis und es freut mich für ihn persönlich“, so Mitbewerber Galik. Enttäuscht scheint er trotzdem zu sein – mit so einem eindeutigen Ergebnis habe er nicht gerechnet. In der Kommunalpolitik Fuß fassen, wolle er trotzdem – vielleicht werde er für den Stadtrat in Laupheim kandidieren. Enttäuschung auch bei Uwe Gerkens, er müsse erst einmal eine Nacht darüber schlafen und überlegen, wie er jetzt mit dem Ergebnis umgehen will.

Dem glücklichen Sieger gratulierten neben dem Musikverein und dem Liederkranz auch Bürgermeister Benno Droste, der Ende des Jahres in den Ruhestand gehen wird: „Mehr als 80 Prozent, das ist ein großartiges Ergebnis. Ich glaube, die Bürger haben eine gute Entscheidung getroffen.“ Enttäuschter allerdings von der, mit 68,5 Prozent sehr geringen, Wahlbeteiligung.

Der Tragweite des eindeutigen Votums ist sich Fritz Nägele bewusst: „Ich bin fast sprachlos“, beginnt er seine kurze Ansprache vor dem Rathaus. Er sei „sehr froh, glücklich und stolz“, dass die Oberdischinger ihn so eindeutig gewählt haben. Dass das Ergebnis so eindeutig für ihn ausfalle, damit habe er aber nicht gerechnet. „Die Stimmung war sehr ausgeglichen, aber ich bin immer mit einem guten Gefühl nach Hause gekommen“, erzählt Nägele aus der Zeit des Wahlkampfes.

Bis er sein Amt als Bürgermeister von Oberdischingen am 1. Januar 2014 antreten wird, ist Fritz Nägele weiter bei der Polizei in Reutlingen beschäftigt und wird auch sein Amt als Ortsvorsteher von Justingen weiter ausüben.

Foto: Rainer Schäffold Friedrich Nägele ist neuer Bürgermeister. Er wurde mit 80 Prozent gewählt.
Foto: Rainer Schäffold Friedrich Nägele ist neuer Bürgermeister. Er wurde mit 80 Prozent gewählt.

Oberdischingen/Justingen

Künftiger Oberdischinger Bürgermeister hat noch viel zu erledigen

Gut zwei Monate hat Friedrich Nägele noch Zeit, bis er sein Amt als Oberdischinger Bürgermeister antritt. Bis dahin hat er noch einiges zu erledigen.

FF/BEN | 22.10.2013 swp online

Die Wahl ist gewonnen, seinen neuen Job als Bürgermeister von Oberdischingen wird Friedrich Nägele am 1. Januar 2014 antreten. Bis dahin gelte es jetzt, seine bisherigen Aufgaben zu Ende zu führen, sagte Nägele am Wahlabend. Für den Wahlkampf hatte er sich Urlaub genommen in seinem "Noch-Hauptberuf" als Polizist in Reutlingen, jetzt habe er dort noch ein Projekt zu beenden, erklärte er. Und: "Zu Hause im Garten wartet noch Arbeit, die zuletzt etwas zu kurz gekommen ist."

Und auch als Ortsvorsteher von Justingen ist er noch für den Rest des Jahres im Amt, auch dort gebe es noch zu tun. "Überhaupt keinen Handlungsbedarf" sieht Schelklingens Bürgermeister Michael Knapp bezüglich Nägeles Nachfolge in dieser (ehrenamtlichen) Tätigkeit. "Wir haben in Justingen einen stellvertretenden Ortsvorsteher, und zudem stehen in wenigen Monaten die Kommunalwahlen an", schreibt Knapp. Er mache sich in dieser Sache keine Hektik - Knapp nennt dabei auch das Stichwort "Entschleunigung der Arbeitsprozesse". Auch Nägele sagte am Sonntagabend, dass vor der Kommunalwahl im Mai kommenden Jahres wohl kein neuer Ortsvorsteher gewählt werde.

Die Wahl Nägeles in Oberdischingen muss nun noch offiziell geprüft und bestätigt werden - die vorgeschriebenen Formalien, erklärt Oberdischingens Kämmerer Robert Fiderer. Eine offizielle Bestätigung der Wahl geht schriftlich an Nägele, er muss erklären, ob er die Wahl annimmt. Dann wird das Wahlergebnis im Gemeindeblatt veröffentlicht, an diesem Tag beginnt eine einwöchige Frist, in der Einspruch gegen die Wahl erhoben werden kann. Dem Landratsamt obliegt eine offizielle Wahlprüfung; fällt auch diese ohne Beanstandungen aus, ist die Wahl auch den Statuten nach in trockenen Tüchern.

Eine offizielle Amtseinsetzung Nägeles wird dann im Januar in der Oberdischinger Festhalle stattfinden, der genaue Termin ist noch offen. Faktisch wird Nägele jedoch am 1. Januar Bürgermeister sein, auch ohne offiziellen Akt. Sein Büro im Rathaus wird er wohl am Donnerstag, 2. Januar, beziehen.

Bis dahin wird es der amtierende Bürgermeister wohl geräumt haben. Benno Droste wird im Rahmen einer offiziellen Feier verabschiedet, sie findet am Freitag, 13. Dezember, ebenfalls in der Halle statt.

Im Oberdischinger Rathaus ist man indes froh, keinen weiteren Wahltermin vorbereiten zu müssen. Eine solche Wahl verursache doch zusätzliche Arbeit in der Verwaltung, sagte Fiderer, sodass "normale" Tätigkeiten auch mal liegenbleiben müssten. Diese könnten jetzt aufgearbeitet werden.

Den Oberdischinger Schülern scheint das Essen zu schmecken, das die Eltern alltäglich in der Schulküche zubereiten. Foto: Emmenlauer
Den Oberdischinger Schülern scheint das Essen zu schmecken, das die Eltern alltäglich in der Schulküche zubereiten. Foto: Emmenlauer

Donnerstag halb eins: Im Chill-Out-Raum der Grund- und Werkrealschule Oberdischingen herrscht Trubel. Mehr als zwei Dutzend Mädchen und Jungs haben sich für das Schulessen angemeldet, die meisten sind schon hier. Wer seine Schultasche abgestellt und sich einen Platz gesucht hat, nimmt sofort Kurs auf die dampfenden Töpfe. Schließlich ist der Hunger groß und das Essen duftet fein. "Von der Marion und der Anja ist alles richtig lecker", schwärmen einige Schülerinnen aus der achten Klasse. Beim Blick durch die Tischrunden wird deutlich: Den Kindern schmeckt es.

"Wir haben pro Monat etwa zehn Hauptgerichte zur Auswahl. Die Schüler stimmen vorab demokratisch mit Zetteln ab. Das Essen, das die meisten Stimmen hat, wird gekocht", berichten Marion Saager und Anja Braun. Beide sind Mütter, die selbst Kinder in der Oberdischinger Schule haben, beide gehören dem Ausschuss des Fördervereins der Schule an und beide kochen seit mehreren Jahren das Schulessen - und das ehrenamtlich. "Uns ist nicht nur wichtig, dass die Kinder frisch gekochtes warmes Essen bekommen, auch wollen wir mit dem Schulessen den Zusammenhalt unter den Schülern fördern. Und macht diese Arbeit große Freude, vor allem auch, wenn man sieht, wie wohl und geborgen sich die Kinder hier fühlen", versichern die beiden Damen.

Heute gibt es Spaghetti, ein Topf ist gefüllt mit Hackfleisch in der Soße, der andere mit Soße pur. Ganz oben auf der Hitliste der Schüler stehen Lasagne, Chicken-Nuggets mit Pommes, süße und deftige Pfannkuchen, Currywurst und Fleischküchle. Ab und an wird nicht selbst gekocht, da gibt es Kebap von der Oberdischinger Dönerbude. "Wir berechnen pro Tag zwei Euro von den Schülern. Der Betrag reicht gerade für die reinen Zutaten zum Hauptgericht aus. Getränke, Obst und der Kuchen sind für die Kinder komplett kostenfrei", sagt Marion Saager. Monatlich hänge eine Liste für Kuchenspenden aus, in der sich Eltern eintragen.

Meist kochen Marion Saager und Anja Braun das Essen in der Schulküche. Damit die Speisen warm bleiben, bis sie auf den Tisch kommen, hat der Förderverein zwei große Wärmeboxen angeschafft. Eine kleine Küchenzeile mit Geschirr und Spülmaschine ist vorhanden. Beim Abräumen und Spülen helfen oft Stefanie Koch und Hannelore Stemmer mit, ebenso Claudia Siefert, die für die Betreuung der Schüler bis 14 Uhr verantwortlich ist.

Entspannen, Tischfußball, Sport draußen oder Basteln steht nach dem Essen auf dem Programm. Nach den Worten von Rektor Reinhold Allgaier stellt die Schule über Mittag mit Lehrer Rudolf Schick zudem einen pädagogischen Ansprechpartner. Begeistert zeigt sich Allgaier über das konstruktive Miteinander zwischen dem Kollegium und dem Förderverein. "Wir haben schon viel gemeinsam bewegen können", freut er sich.

Sein Wunsch ist, "dass sich noch mehr Eltern in die Aktivitäten einbringen. Dies fördert auch das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Schule." Auf das Schulessen ist er stolz. "Dass Mütter selbst für die Schüler kochen, das gibt es sonst nirgends", sagt er. Marion Saager und Anja Braun wollen diesen Schatz möglichst am Leben erhalten. "Es wäre natürlich klasse, wenn noch die eine oder andere Mama Lust hätte, uns zu unterstützen."

Neue Fenster und neue Jalousien wird das Schulgebäude in Oberdischingen unter anderem bekommen. Foto: Rainer Schäffold
Neue Fenster und neue Jalousien wird das Schulgebäude in Oberdischingen unter anderem bekommen. Foto: Rainer Schäffold

Sanierung der Oberdischinger Schule: Nächster Schritt

Der Oberdischinger Gemeinderat hat am Dienstag erfahren, was genau bei der energetischen Sanierung von Schule, Halle und Schwimmbad getan werden muss. Ein Bürger übte Kritik an dem Vorhaben.

RAINER SCHÄFFOLD | 19.09.2013 swp online

Neue Fenster und neue Jalousien wird das Schulgebäude in Oberdischingen unter anderem bekommen. Foto: Rainer Schäffold

Die geplante energetische Sanierung des Oberdischinger Schulgebäudes ist einen Schritt vorangekommen. Am Dienstag hat der Gemeinderat - bei einer Gegenstimme von Thomas Oswald - die Planer Markus Sieger und Ralph Schmiedle mit der Genehmigungsplanung beauftragt. Ziel ist es, die Umbauarbeiten Anfang kommenden Jahres auszuschreiben, sagte Bürgermeister Benno Droste.

Zuvor hatten Sieger und Schmiedle die einzelnen Maßnahmen im Rahmen der Entwurfsplanung ausführlich vorgestellt. Es soll unter anderem eine neue Holzpellet-Heizung mit Trinkwassererzeugung eingebaut werden, die Klassenräume werden neue Fenster und je eine Lüftungsanlage bekommen. Gemeinderat Werner Kreitmeier regte an, auch in den nördlichen Räumen, wo sich Lehrerzimmer und die Räume der Schulleitung befinden, neue Fenster einzubauen. Dies werde geprüft. In den Klassenzimmern sollen Heizkörper, Lüftung, Jalousien und Beleuchtung einzeln geregelt werden können. Das Bauamt Ehingen fordert eine Brandmeldeanlage. Zur Erneuerung der Schwimmbad-Decke werden die Planer im November Alternativ-Materialien vorlegen.

Rund 1,5 Millionen Euro wird laut Plan der erste Abschnitt - das große Gebäude mit Mehrzweckhalle und Lehrschwimmbecken - kosten. 300 000 Zuschuss kommen laut Bescheid aus dem Ausgleichstock des Landes, sagte Droste nochmals. Später soll im zweiten Abschnitt das Grundschulgebäude für rund 750 000 Euro saniert werden, hatte der Gemeinderat im Dezember vorigen Jahres beschlossenDie Notwendigkeit, das Schulgebäude zu sanieren, hatte Rupert Schmucker eingangs in der Bürgerfragestunde bezweifelt. Über kurz oder lang sterbe die Werkrealschule, man müsse fragen, ob es nicht sinnvoller wäre, das Gebäude abzureißen, sagte Schmucker - auch andere Bürger dächten so. Die Sanierung von Halle und Schwimmbad sei hingegen sinnvoll.

"Die Schule ist nicht tot", antwortete der Bürgermeister. "Wir sind zwar nicht blauäugig über die Zukunft der Werkrealschule", aber zumindest die Grundschule sei zu erhalten. Und die komme mit vier Klassenzimmern nicht aus. Der Gemeinderat habe sich erst nach langen Diskussionen, auch nichtöffentlich, für die Sanierung entschieden.

Bedenken wegen Schulsanierung

Gemeinderat Oberdischingen vergibt Genehmigungsplanung

Von Barbara Körner (sz online 18.09.2013 18:52)

OBERDISCHINGEN Seine Bedenken und die seiner Freunde, Bekannten und anderer Oberdischinger Bürger gegen die geplante energetische Sanierung der Schule hat Rupert Schmucker in der Bürgerfragestunde dem Gemeinderat vorgetragen. „Die Sanierung der Turnhalle und des Schwimmbades müssen sein. Aber man muss kein Hellseher sein um zu wissen, dass die Werkrealschule stirbt“, sagte Schmucker. „Ist es sinnvoll, darin noch Steuergelder zu investieren?“, gab er zu Bedenken.Bürgermeister Benno Droste entgegnete: „Wir haben uns in den vergangenen Sitzungen ausreichend Gedanken gemacht. Die Schule ist nicht tot. Für die Grundschule im Ort haben wir gekämpft und wollen sie auf jeden Fall halten. Auch wenn sie nur vier Klassen hat, braucht sie mehr als vier Räume.“ Der Bürgermeister vermisste die Bürger, die laut Schmucker so gegen die Sanierung der Schule seien. Anwesend dagegen war Louis Galik, einer der Bewerber um das Bürgermeisteramt, der die Sitzung aufmerksam verfolgte.

Markus Sieger, Planer der energetischen Sanierung, will mit der Maßnahme 15 Prozent unter Neubauniveau kommen. Wie Heizung, Lüftungstechnik, die Elektrifizierung der Jalousien, Einzelraumreglung der elektrischen Reglungstechnik, Schwimmbadabdeckung und -beleuchtung, Brandschutz sowie die Umwälzanlage beschaffen sein sollen, erklärte er dem Rat im Detail.

So soll beispielsweise der Ölkessel demontiert werden, das Pelletslager in das bisherige Stuhllager kommen. Mit der dezentralen Lüftungsanlage, die einmal im Jahr gewartet werden muss, soll das Raumklima besser und gesünder werden. Dabei ist ein Deckengerät deutlich teurer als ein Standgerät. Insgesamt rechnet die Gemeinde mit Kosten von rund anderthalb Millionen Euro. Ralph Schmiedel von der Firma Sieger erklärte die baulichen Maßnahmen. Er schlug für das Dach eine Photovoltaikanlage vor. Mit einer Enthaltung beauftragte der Gemeinderat das Büro Sieger mit der Genehmigungsplanung. Mitte November soll dann über Materialien, Musterung und Ausführung beraten werden, sodass Anfang 2014 die Ausschreibung erfolgen kann.

Ergebnisse der Ausschreibung

Architekt August Münz stellte die Ergebnisse der Ausschreibung für Elektro-, Gipser- und Sanitärarbeiten an der geplanten Aussegnungshalle vor. Danach wird die Firma Hess aus Oberdischingen für 14245 Euro die Elektroinstallation übernehmen, darin ist schon die Lautsprecheranlage enthalten, die der Rat aber erst später vergeben will.

Gipserarbeiten übernehmen die Firma Sieger, Erbach, für 20 002 Euro und Sanitärarbeiten die Firma Binnig, Ehingen, für 7818 Euro. Insgesamt wird die Halle 184 000 Euro kosten.

Mehr als 14 000 Euro für Projekte in Schulen und Kindergärten

14 250 Euro für 44 Projekte gab es bei der vierten Aktion " Bildung stärken" von Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß und der SÜDWEST PRESSE. Das Geld ging in einer Feier an Schulen, Kindergärten und Vereine.

Autor: RENATE EMMENLAUER | 18.07.2013

Am Dienstagabend fand in der Raiffeisenbank in der Ehinger Bahnhofstraße die Preisverleihung der Aktion "Bildung stärken" statt. Anwesend waren unter anderem Sozialbürgermeister Sebastian Wolf, Raiffeisenbankchef Fritz Lehmann und Bildungsforscherin Ingrid Gimple. 44 Projekte wurden mit insgesamt 14.250 Euro ausgezeichnet. Das Programm wurde mit kleinen Darbietungen abgerundet.

Eine Vorführung gab es von Schulsanitätern des Johann-Vanotti-Gymnasiums. Dieses Angebot unter Leitung von Cornelia Wohlhüter wird ausgebaut; nächster Schritt ist die Anschaffung einer Reanimationspuppe, um die Ausbildung der Ersthelfer zu verbessern. Dieses Projekt wird mit 700 Euro unterstützt. Beifall gab es auch für die Schüler des Grundschulchors Oberdischingen, die Auszüge des Musicals "Tuishi Pamoja" vortrugen. Für das Projekt, bei dem Toleranz im Mittelpunkt steht, gab es 400 Euro.

Die Oberdischinger Abschlussschüler; umrahmt von den Lehrerinnen Tanja Lenz (links) und Ingrid Hausmann (rechts). Foto: Andreas Gapp
Die Oberdischinger Abschlussschüler; umrahmt von den Lehrerinnen Tanja Lenz (links) und Ingrid Hausmann (rechts). Foto: Andreas Gapp

Den Zieleinlauf geschafft - Schulabschluss in Oberdischingen

16 Schülerinnen und Schüler der Werkrealschule Oberdischingen haben ihren Hauptschulabschluss geschafft. Sie wurden bei einer Feier verabschiedet.

Autor: ANDREAS GAPP | swp online, 15.07.2013

"Alle haben die Prüfung bestanden", sagte Schulleiter Reinhard Allgaier am Freitagabend, als er den 16 Abschlussschülern aus der neunten Klasse ihre Zeugnisse übergab. Zahlreich waren auch Angehörige zur Schulentlassfeier in der Werkrealschule Oberdischingen erschienen.

"Die Hauptschule ist bei unserem durchgängigen Schulsystem keine Sackgasse", sagte Bürgermeister Benno Droste. Vier Schüler beginnen eine duale Ausbildung, zwölf gehen weiter zur Schule - vier besuchen die zehnte Klasse der Werkrealschule, acht eine Schule zum mittleren Bildungsabschluss.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Marion Saager, verglich den Schulweg mit der "Tour de France": von der Flachetappe über die Bergwertung bis zum Zieleinlauf.

Auch die Abschlussschüler steuerten ihren Teil zur Gestaltung bei. Bei Querflötenklängen von Juliane Appenzeller, Sketcheinlagen von Marvin Peter, Jonas Frank und Schulsprecher Maikel Reutter, einer Power-Point-Präsentation über die Schulzeit von Tania Dyck und Jasmin Gabel sowie Gedichten, vorgetragen von Manuel Dosch und Marcel Schrade, konnte über die vergangene Schulzeit gelacht und auch nachgedacht werden.

Zum Schluss bedankte sich Rektor Reinhard Allgaier bei der Klassenlehrerin der "Neuner", Ingrid Hausmann, die nach 42 Jahren Schuldienst in den Ruhestand geht.

Schulbeste: Juliane Appenzeller (Ersingen).

Preise: Tobias Ott (Oberdischingen), Marcel Schrade (Ersingen), Jasmin Gabel (Rißtissen), Sedat Erdogan (Öpfingen), Maikel Reutter (Rißtissen), Monique Jenetzky (Ersingen), Jonas Frank (Ersingen), Dominic Jenetzky, Juliane Appenzeller.

Belobigungen: Manuel Dosch (Oberdischingen) und Tanja Dyck (Rißtissen).

Die weiteren Schüler mit erfolgreichem Abschluss: Jochen Gaule (Oberdischingen), Ramadan Imeraj (Ersingen), Arthur Mauer (Öpfingen), Emre Öz (Rißtissen), Marvin Peter (Rißtissen).

(Foto: Allgaier)
(Foto: Allgaier)

Lehrlinge werden händeringend gesucht

 

Werkrealschüler haben gute Zukunftschancen. Dies war der Tenor einer Veranstaltung zur Berufsfindung an der Schule in Oberdischingen.

Autor: SWP | 14.06.2013

Viele Schüler und Eltern wollten sich die Informationen zur Ausbildung an der Oberdischinger Werkrealschule nicht entgehen lassen. 

"Es ist toll, welche Möglichkeiten unseren Kindern von der Werkrealschule aus offenstehen". So hat sich laut Schulleiter Reinhard Allgaier am Mittwoch eine Mutter in Oberdischingen geäußert. Zur Informationsveranstaltung waren Vertreter an die dortige Werkrealschule gekommen, das Interesse der Siebt- und Achtklässler und deren Eltern war groß: "Wir hatten volles Haus", sagte Allgaier..

Händeringend suchten Handwerk, Handel und Industrie Lehrlinge, berichtete Nicolette Reebschläger von der Agentur für Arbeit. Sie empfahl eine rechtzeitige Bewerbungsplanung. So sollte, wer für September 2014 einen Ausbildungsplatz sucht, die Bewerbung bereits im August dieses Jahres abschicken, riet sie. Diese Bewerbung sei oft der Türöffner für ein Bewerbungsgespräch, betonte Vera Schoenacker von der IHK Ulm. Die Unternehmen bildeten gleich viel aus wie früher, könnten jedoch unter deutlich weniger Bewerbern auswählen. Das heißt: Die Chancen des Einzelnen steigen. Nicht alle jedoch könnten in den "Top-Ten-Berufen" wie Bürokauffrau oder Industriemechaniker unterkommen; Schoenacker riet, daher, sich auch in den "Nachbarberufen" umzusehen. Sie bot auch eine Beratung der IHK an.

Wichtig für künftige Azubis sei Grundlagenwissen in den Fächern Mathe und Deutsch, sagte Harald Glöggler, Ausbilder bei der Oberdischinger Firma Bareiss-Prüfgerätebau. Aber auch auf "Schlüsselqualifikationen", das heißt Tugenden wie Ehrlichkeit, Pünktlichkeit oder Teamfähigkeit der Bewerber werde großer Wert gelegt.

Es gebe viele Möglichkeiten für Werkrealschüler, auch die Schullaufbahn fortzusetzen, berichtete Tobias Kamm von der kaufmännischen Schule in Ehingen. Er stellte die ein- und die zweijährige Berufsfachschule vor und auch die Möglichkeit, das Abitur nachmachen zu können.

 

swp - online, 14.6.13

(Bild:nico)
(Bild:nico)

Ein Fingerzeig in die richtige Richtung

Beim Abend zur Berufsfindung der Werkrealschule Oberdischingen informieren sich Schüler und Eltern

Von Nicolai Kapitz

 

Oberdischingen Wo soll es nach der Schule hingehen? Welche Berufsrichtung ist die richtige? Welcher Abschluss ist dafür nötig? Fragen über Fragen, mit denen sich Schüler spätestens in der Mittelstufe beschäftigen müssen. An der Grund- und Werkrealschule Oberdischingen packt man die Sache ganz konkret an: Gemeinsam mit ihren Eltern besuchten am Mittwoch Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 einen Info-Abend zur Berufsfindung.

 

„Der wichtigste Begleiter sind die Eltern“, sagte Rektor Reinhard Allgaier. Deswegen sei das ganze auch als „Familienprojekt“ ausgelegt. „Die Eltern bekommen alles mit: Die Freude, wenn es klappt. Aber auch den Frust, wenn es mal nicht klappt“, sagte der Rektor.

 

Und so saßen Eltern und Schüler Seite an Seite im Veranstaltungsraum der Turnhalle und lauschten den Worten der Experten, die der Schulleiter eingeladen hatte: Nicolette Reepschläger von der Agentur für Arbeit, Vera Schoenacker von der IHK Ulm, Harald Glöggler vom Prüfgerätebauer Bareiss aus Oberdischingen und Tobias Kamm von der Kaufmännischen Schule Ehingen. „Gerade in der 7. Klasse ist Orientierung wichtig“, sagte Rektor Allgaier. Denn zwischen Klasse 7 und 8 müssen sich die Schüler zwischen drei Wahlpflicht-Richtungen entscheiden: Wirtschaft und Informatik, Gesundheit und Soziales, Natur und Technik. „Da ist es wichtig, dass wir ihnen einen Fingerzeig in die richtige Richtung geben“, so der Rektor. Jährlich liege die Quote derjenigen, die nahtlos entweder in eine Lehre oder auf eine weiterführende Schule gehen über 90 Prozent. „Im Moment stehen die Chancen für Werkrealschüler so gut wie nie“, so Allgaier.

 

sz - online, 13.6.13